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BREATHING ON ROSES

Preisträgerin Perspektiven-Förderpreis für junge Kunst 2026

Cordial drink , fermented roses, blown glass

Glass Assistent; ​Elisabeth Ritterswürden 

Fermentation Consultant and assistent; Christin Thomas

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Die Arbeiten der Künstlerin Sara Mayoral Jimenez (*1993) sind geprägt von einer medialen Vielfalt, die sich in der jeweiligen dramaturgischen Setzung zu sinnlich erfahrbaren Raumsitua-tionen verdichtet. In Madrid geboren, führt ihre künst-lerisch-akademische Ausbildung sie über die Universidad Complutense de Madrid an die Akademie der Bildenden Künste München, wo sie 2025 ihr Diplom in der Klasse Alexandra Pirici abschließt. Gleichermaßen in den klassischen Künsten wie auch in performativen Praktiken verankert, entfaltet sich ein künstlerischer Ansatz, der Mate-rialität, Körper, Raum und Be-trachter* innen in ein nuanciertes Zusammenspiel überführt. Ihre Arbeiten wurden bereits vielfach ausgezeichnet und waren zuletzt im Kunstverein München und im Zuge der Ausstellungsreihe „Zimmer frei" im Hotel Mariandl zu sehen.

 

Ihre Diplomarbeit EL BUEN MORIR („Das gute Sterben"), zeigt beispielhaft thematische und kunsttheoretische Ver-flechtungen, die sich durch das Schaffen der gebürtigen Spanierin ziehen. Video-installationen, opulente Blumen und Lebensmittelarrange-ments sowie performative Elemente schlagen eine Brücke zu tradierten Vanitas-Darstellungen, die transformiert und in eineAdelfionatpersönliche Bildsprache übertragen werden. Der sichtbare biologische Zerfall von Pflanzen und Nahrungsmitteln im Sinne von Vergänglichkeit und Fragilität steht im Gegensatz zu den feinen, mundgeblasenen Glas-körpern und ihrem Inhalt:Als organisch anmutende Objekte fassen sie eigens angesetzten Wermut der Blumen und Früchte aus den unterschiedlichen Lebens-mittelpunkten der Künstlerin - Castilla-La Mancha und Bayern - vereint. Als Träger von informellem Wissen, Traditionen und der Verwendung als Medizin ist den Flüssigkeiten eine weitere Bedeutungsebene einge-schrieben. So überführt der fortlaufende Fermentations-prozess das Vanitas-Motiv in einen zyklischen Kreislauf aus Verfall, fortwährender Erneuerung und Wieder-belebung. Auch die skulptural wirkenden Kompositionen aus weggeworfenen Friedhofs-blumen folgen durch ihre Umnutzung gewissermaßen dieser Kreislauflogik. Angelegt als multisensorische Erfahrung scheinen die Betrach-ter*innen durch den Konsum des Wermuts immersiv mit dem Werk zu verschmelzen. Die flankierenden Videoarbeiten greifen einen werksinternen, narrativen Strang auf.

 

Intime Aufnahmen zeigen die unterschiedliche Interaktion mit den beiden Großmüttern der Künstlerin - eine bereits verstorben, die andere lebend.Im Zentrum des Schaffens von Sara Mayoral Jimenez steht die feinsinnige Erkundung jener Übergangszonen, in denen persönliche Beziehungen, Er-innerungsfragmente und materielle Prozesse ineinandergreifen und sensible Interdependenzen aus Fürsorge, Verlust, Erneuerung und Vergänglichkeit bilden.

 

Text; Adrian Kunder

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